PSO-Zertifizierung

Seit Anfang Februar 2011 sind wir nach ISO 12647-2 dem ProzessStandard Offsetdruck (PSO) zertifiziert.

Die Prüfung mit abschließender Zertifizierung umfasste:

  • Das qualifizierte Farbmanagement
  • Die Herstellung von normgerechten Farbproofs
  • Die standardisierte Druckformherstellung
  • Den Auflagendruck im Bogenoffsetverfahren nach PSO

Welche Vorteile hat der Kunde durch die PSO-Zertifizierung?

  • Terminsicherheit
  • Qualitätssicherheit
  • Gleichbleibende Wiederholbarkeit von Aufträgen
  • Einheitlichkeit in der Farbwiedergabe bei unterschiedlichen Druckprodukten
  • Weniger Abstimmzeiten vor Ort
  • Mehr Freiraum für das eigene Kerngeschäft

Was ist der PSO?

Der ProzessStandard Offsetdruck (PSO) ist die Beschreibung einer industriell orientierten und standardisierten Verfahrensweise bei der Herstellung von Druckerzeugnissen. Der PSO ist konform mit der internationalen Normserie ISO 12647.

Der PSO wurde von den Verbänden der Druck- und Medienindustrie Deutschlands zusammen mit dem Forschungsinstitut Fogra international zur Normierung eingebracht und erfolgreich veröffentlicht.

Durch den PSO kann die Produktion von der Datenerfassung bis zum fertigen Druckprodukt qualitativ abgesichert werden. Mit geeigneten Prüfmitteln und Kontrollmethoden, die der PSO beschreibt, werden Herstellungs-Prozesse überwacht, gesteuert und geprüft. >

Dazu gehören Messgeräte mit spektralen und densitometrischen Eigenschaften, sowie die passenden Prüfelemente (z.B. Kontrollstreifen). Darüber hinaus gibt der ProzessStandard Offsetdruck Sollwerte und Toleranzen für die Druckproduktion vor, die das jeweils Sinnvolle und Machbare, bezogen auf moderne Produktionsmittel, repräsentieren.

Ziel ist dabei, den heute vielfach arbeitsteiligen Produktionsprozess so  effizient wie möglich zu gestalten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Zwischen- und Endergebnisse eine vorhersehbare Farbqualität aufweisen.

In der Druckindustrie hat die Arbeitsteilung enorm zugenommen. Die Daten werden nicht immer dort erstellt, wo sie auch gedruckt werden. Kunden vergeben Aufträge an verschiedene Druck- und Medienunternehmen. Druckereien kooperieren untereinander, um sich auf ihre speziellen Fähigkeiten zu konzentrieren. Dieser Trend wird sich fortsetzen und an den Landesgrenzen nicht haltmachen. Die ISO 12647 ProzessStandard Offsetdruck entwickelt sich zum Nutzen der Anwender ständig weiter.

Qualität wird messbar, nachweisbar und beweisbar!

Standardisierung von Druckprozessen

ISO 12647 sichert weltweit eine hochwertige Druckproduktion

Die Standardisierung der Druckverfahren nach ISO 12647 ist heute weltweit etabliert. Zehn Jahre nach Erscheinen der ersten Ausgabe der Prozessnorm für den Offsetdruck ISO 12647-2 sind Verfahren, Anwendungen und Hilfsmittel eingeführt und werden mit großem Erfolg durch Kunden, Dienstleister und Druckereien genutzt.

Für alle Druckverfahren stehen heute an den Standard angepasste Charakterisierungsdaten, ICC-Profile und umfassende Werkzeuge für die Anwendung in allen Stufen der Produktion von der Datenerzeugung bis zum Auflagendruck zur Verfügung. Neben der Standardisierung der Offsetdruckverfahren (Bogen-offsetdruck, Rollenoffsetdruck, Endlosdruck) wurde die Standardisierung im Zeitungsdruck (ISO 12647-3), im Illustrationstiefdruck (ISO 12647-4) und in weiteren Druckverfahren erfolgreich umgesetzt.

Wozu Standardisierung der Druckprozesse?

Sie dient der Farbkommunikation und Produktionssicherheit.

Die Standardisierung der Druckprozesse nach ISO 12647, die Konzepte und Arbeitsmittel, dienen im Wesentlichen dem Zweck der korrekten, verfahrensoptimierten Farbkommunikation vom Entwurf bis zum Endprodukt.

Dazu sind viele Teilprozesse notwendig, die von Kunden, Dienstleistern und Druckereien sachgerecht durchgeführt und begleitet werden müssen. Beispiele sind die Bewertung und Auswahl der Materialien (Papier, Druckfarbe), das korrekte Farbmanagement und die Datenerzeugung in den Applikationen (ICC-Profile, PDF/X), die Anfertigung farbverbindlicher und messtechnisch kontrollierbarer Prüfdrucke und deren Bewertung unter Normlicht, die Druckformherstellung und der Auflagendruck nach akzeptierten Richtlinien.

Die internationale Normserie ISO 12647 und die daraus entwickelten Werk-zeuge und Anwendungen ermöglichen für alle Teilprozesse praxiserprobte und sichere Lösungen. Bei konsequenter Anwendung dieser Mittel ziehen alle Beteiligten, Kunden, Vorstufen-Dienstleister und Druckereien, den größtmöglichen Nutzen:

Anpassung an den Stand der Technik

Die internationalen Normen zur Druck- und Vorstufentechnik werden regelmäßig dem aktuellen Stand der Technik angepasst. Änderungen der Normen werden zeitnah in praktische Konzepte, Anwendungsrichtlinien, Prüfmittel, Charakterisierungsdaten und ICC-Profile umgesetzt.

Änderungen von Eigenschaften bei Materialien (Druckpapiere und Druckfarben) oder Systemen (Messgeräte, Monitore, Normbeleuchtung, Ausgabesysteme, Software etc.) haben deutliche Auswirkungen auf die Spezifikationen der Prozesskontrolle. Der zunehmende Anteil optischer Aufheller bei vielen Papieren, kolorimetrische Eigenschaften und Toleranzen bei Druckfarben, technische Unterschiede und Toleranzen bei Farbmessgeräten, geräteunabhängiger Austausch von Farbmessdaten und Metamerie-Effekte sind Beispiele für Themenfelder, die in Normen zur Prozesskontrolle und zur Messtechnik angemessenen behandelt werden müssen.

Fragen und Antworten zur PSO-Zertifizierung

PSO – für wen?

Der PSO richtet sich an alle Beteiligten in der Druckproduktion: Von der Agentur oder Werbeabteilung eines Industrieunternehmens über den Vorstufenbetrieb bis hin zur ein- oder mehrstufigen Druckerei. Dabei spielt die Größe des Produktionsbetriebes keine Rolle. Der PSO beschreibt im Wesentlichen die Toleranzgrenzen aller Produktionsschritte und definiert somit die Qualität von Teil- und Endprodukten an jeder Schnittstelle bei der Herstellung von Printprodukten.

Vorstufenunternehmen und Agenturen können ihre Daten so aufbereiten, dass sich diese im Rahmen der Vorgaben des PSO bewegen und somit zur Ablaufoptimierung, Fehlervermeidung und Qualitätskonstanz beitragen.

Welche Vorteile hat der PSO für die Technik?

  • reibungsloser Arbeitsablauf durch klar definierte „Spielregeln“
  • deutliche Verringerung der Fehlerquote durch exakt definierte Schnittstellen und Verantwortlichkeiten im Arbeitsablauf
  • Weniger Unterbrechungen im Produktionsverlauf, weniger Korrekturzeiten/-aufwand, niedrigere Produktionskosten.
  • Wiederholbare Ergebnisse und gleich bleibende Qualität in jedem Arbeitsschritt
  • Einheitlich standardisierte Grundeinstellungen in den Anwendungs-programmen
  • Optimierte Grundeinstellung der Ausgabegeräte in der Druckvorstufe und der Druckmaschinen
  • Realistische Planbarkeit von Produktionsabläufen

Warum für PSO zertifizieren?

  • Kundendaten sind häufig Ausgangsmaterial für die Herstellung hochwertiger Druckprodukte. Oft stimmen die damit erreichten Resultate nicht mit den Wünschen und Ansprüchen der Kunden überein.
  • Abhilfe und Sicherheit in der Printproduktion schaffen etablierte Standards, die sich in Form des PDF/X-3-Formats für die Datenübergabe, des MedienStandard Druck für die Handhabung von Farbe im Workflow und des ProzessStandard Offsetdruck in der Druckindustrie etabliert haben.
  • Reklamationen können nur dann erfolgreich bearbeitet werden, wenn in der Produktion gültige, nachvollziehbare Standards vorliegen.

Welche Vorteile hat die Druckerei durch die PSO-Zertifizierung?

  • Durch Einhaltung eines definierten Qualitätsstandards erzielt der Betrieb für sich und seine Kunden ein hohes Maß an Produktionssicherheit.
  • Proof und Druck können durch Profiltechnik weitgehend aufeinander abgestimmt werden.